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ELW Rettungsdienst seit einem Jahr in Betrieb (12.10.2007)
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(Abb.: Fahrzeughalteplatz beim Einsatz im Schulzentrum Kirchzarten am 4.10.2007; Foto: BZ)

Vor knapp einem Jahr wurde in Freiburg vom DRK Rettungsdienst und den Maltesern der neue Einsatzleitwagen Rettungsdienst (ELW) in Betrieb genommen.
Er kommt immer dann bei Schadensereignissen zum Einsatz, wenn der reguläre Rettungsdienst durch eine größere Anzahl von Patienten in seiner Kapazität überfordert wird, zusätzliche Kräfte alarmiert und damit eine Vielzahl von Helfern und Einsatzfahrzeugen koordiniert werden müssen.
Initiiert und zur Verfügung gestellt wurde der ELW durch die Südbadische Interessengemeinschaft Rettungswesen e.V., welche die dafür notwendigen
Spenden- und Sponsorengelder bei Banken, Firmen aber auch Privatspendern beschaffen konnte. So konnten ca. 75.000 EUR in das Projekt investiert werden.
Auch wenn die letzten 12 Monate aus Sicht des Rettungsdienstes in Freiburg und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald – zum Glück – ohne eine Vielzahl solcher Schadensereignisse abliefen, wurde der ELW dennoch im Schnitt über einmal pro Monat alarmiert. Rund 24 Helfer des DRK und der Malteser halten sich dafür rund um die Uhr bereit. Beide Organisationen besetzen das Fahrzeug mit mindestens 3 Helfern und wechseln sich wöchentlich ab.
Den größten Einsatz seit Inbetriebnahme erlebte der ELW Anfang Oktober 2007, als im Schulzentrum Kirchzarten nach dem Freiwerden von Reizgas rund 75 Schüler versorgt und 30 davon zur weiteren Behandlung transportiert werden mußten.
Dabei galt es, 6 Krankentransport- und 3 Rettungswagen sowie weitere Fahrzeuge der Einsatzeinheiten vor Ort zu koordinieren, die zugeteilten Patienten zu registrieren und den Transport zu geeigneten Krankenhäusern und Ärzten sicherzustellen.
Nur 3 Tage nach diesem Einsatz leistete der ELW in Freiburg gute Dienste, als nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg während der Entschärfung des „Blindgängers“ 600 Personen evakuiert werden mussten.
Dabei wurden die 48 Helfer des DRK und der Malteser mit 18 Einsatz- fahrzeugen koordiniert. Unter anderem mussten 25 Bewohner eines nahegelegenen Pflegeheims vorübergehend verlegt werden.



Weitere Informationen:

Bernhard Kühn
Telefon: 0172-76 64 672

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