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Europa-Symposium
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Am 26. Februar 2000 veranstaltete die Südbadische Interessengemeinschaft Rettungswesen e.V. in Münstertal/ Schwarzwald ein Symposium unter der Themenstellung "Das Rettungswesen im 21, Jahrhundert: Anforderungen und Perspektiven in einem zusammenwachsenden Europa". Führungskräfte von Hilfsorganisationen, private Rettungsdienstunternehmer sowie Vertreter der Kostenträger diskutierten zunächst über die Auswirkungen des novellierten Rettungsdienstgesetzes in Baden-Württemberg. Einigkeit herrschte bei Leistungserbringern und den Kostenträgern darüber, dass das Gesetz nachgebessert werden muss. Die anwesenden Privatunternehmer, offiziell vertreten durch den BKS-Landesbeauftragten Andreas Wolf, kritisierten insbesondere das Vermittlungsmonopol der DRK-Leitstellen in Baden-Württemberg. Des weiteren wurde die Frage diskutiert, inwieweit das europäische Zusammenwachsen Auswirkungen auf den Rettungsdienst haben wird. Diesbezüglich herrschte Einvernehmen darüber, dass es skandalös sei, dass der Rettungsdienst europarechtlich als Transportgewerbe eingestuft wird. Aufklärung für die EU-Politiker und Bürokraten sei dringend geboten. Fazit der Teilnehmer: Im Dreiländereck Deutschland/Schweiz/Frankreich müssen sich nationale Interessen einer grenzüberschreitenden Notfallrettung unterordnen. Einen Exkurs über die derzeitige Situation des Rettungsdienstes in der Schweiz vermittelte Urs Krieger, Geschäftsführer des Interverbandes für Rettungswesen (IVR). Als letzter Schwerpunkt des Symposiums wurde das Thema "Qualitätsoptimierung im Rettungsdienst" vorgestellt,. das angesichts zunehmenden Wettbewerbs immer wichtiger wird. Eine praktische Demonstration modernster Leitstellentechnik vermittelte die Fa. Henhappl & Babinsky Einsatzleittechnik aus Freiburg. Eine Fortsetzung des Symposiums im nächsten Jahr ist geplant.

(Quelle: Fachzeitschrift RETTUNGSDIENST vom 01.10.2000)


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