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Defibrillator für die Bergstation
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Gerät hilft bei einem Notfall


FREIBURG. Seit vergangenem Dienstag ist in der Bergstation der Schauinslandbahn ein Defibrillator einsatzbereit, mit dem bei einem Herzkreislauf-Stillstand ein lebensrettender Elektroschock verabreicht werden kann. Mehrere Mitarbeiter der Schauinslandbahn absolvierten hierfür eine spezielle Erste-Hilfe-Ausbildung, meldet die Freiburger Verkehrs-AG (VAG). Der neue Defibrillator auf dem Schauinsland ist landesweit der höchst gelegene Einsatzort für ein Elektroschockgerät.

Alleine im Juni fuhren über 25 000 Gäste mit der Schauinslandbahn. "Je mehr Fahrgäste die Bahn nutzen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein medizinischer Notfall eintritt", so Bernhard Kühn, Vorsitzender der Südbadischen Interessengemeinschaft Rettungswesen e.V. Unter optimalen Bedingungen könne der Notarzt mit dem Rettungshubschrauber in zehn Minuten auf dem Schauinslandgipfel sein, sagte Kühn weiter, bei einem Herzkreislauf-Stillstand bestehe unter diesen Bedingungen fast keine Überlebenschance, wenn nicht durch Laienhelfer begonnen würde. Die Angst, etwas falsch zu machen sei völlig unbegründet: "Nur wer nichts macht, macht etwas falsch."

Jedes Jahr sterben in Deutschland über 100 000 Menschen durch den plötzlichen Herztod. Neben der Herzdruckmassage und der künstlichen Beatmung sei der Defibrillator in den meisten Fällen überlebenswichtig, erklärte Kühn. Das Gerät analysiert automatisch den Herzrhythmus des Betroffenen und empfiehlt dem Anwender bei einem so genannten "Kammerflimmern", eine Form schwerster Herzrhythmusstörungen, per Sprachansage, den lebensrettenden Elektroschock auszulösen.

Genauso wichtig wie das Gerät selbst sei natürlich auch, dass hilfsbereite und regelmäßig geschulte Helfer zur Verfügung stünden. Kühn lobt: "Die Freiburger Verkehrs AG geht hier mit gutem Beispiel voran."




(Quelle: Badische Zeitung vom 01.08.2003)


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