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Schnelle Hilfe bei Herzstillstand: Defibrillator für den Münsterturm wurde übergeben
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Er ist aus Plastik und neongrün: Der Defibrillator. Im Zusammenwirken mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung und anderen lebensrettenden Maßnahmen kann er helfen, einen bereits klinisch toten Menschen mit Elektroschocks zu reanimieren. Mehrere dieser kompakten Instrumente sind bereits in Freiburg Installiert. Nun weihte die Südbadische Interessengemeinschaft Rettungswesen (SIGR).ein solches Gerät offiziell in der Münsterbauhütte ein. Jährlich besichtigen 170000 Besucher den Münsterturm. Der Defibrillator wird in der Türmerstube platziert. "Selbst bei guter Organisation ist es nicht möglich, in weniger als zehn bis 15 Minuten oben auf dem Turm zu sein. Bei Herzversagen kann aber nur innerhalb der ersten fünf Minuten wirksam geholfen werden", begründet der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Frank Koberne, die Notwendigkeit dieser Anschaffung. Bernhard Kühn, Vorsitzender der SIGR, ergänzt: "Im vergangenen Jahr ist ein beleibter Schweizer auf dem Turm gestorben. Es ist purer Zufall, dass in den letzten 15 Jahren nicht mehr passiert ist," Der Defibrillator wurde mit Hilfe des Internet-Portals ,;baden 24" und des privaten Spenders Felix Stilz finanziert und hat den Vorteil, dass ihn medizinische Laien benutzen können. Das Gerät führt nach dem Anbringen der Elektroden eine Analyse des Herzrhythmus durch und leitet dann mit automatischen Ansagen Schritt für Schritt durch das Rettungsprogramm. Für den Umgang mit dem Defibrillator wird der künftige Turmwart Günter Faber geschult, der ständig auf dem Turm anwesend ist. HPF

(Quelle: Badische Zeitung vom 07.08.2002)


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